Donnerstag, 13. März 2008

Sayonara, Japan, arigato gozaimas!

Ich muss Euch jetzt wohl etwas mit Bildern und Text zuschmeissen, aber weniger geht leider nicht, bei den unglaublich vielen Eindruecken, die ich in Japan habe.

Von Hiroshima bin ich nach Fukooka weitergefahren. Die Bahn ist hier sehr puenklich, schnell und ICE artige Shinkansen Zuege fahren alle paar Minuten, sher angenehm. Lucky me, dass ich mir noch in Sydney einen Railpass gekauft habe, sonst waehre es sehr teuer oder langsam geworden! Hier eine Bentobox im Zug. Ich hatte ja auf angenehmeres Wetter im Sueden gehofft, aber da gab es gerade gelben Schlammregen (wegen Sandsturm aus China), der in Schnee ueberging, kein perfektes Sightseeing Wetter. Freundliche Voluntaere, die ihr Englisch aufbessern wollten kamen ins Hostal um einem Origami beizubringen, lustig, ich kann jetzt den Kranich! Tagsueber habe ich Kyushu mit dem Zug durchkreutzt. Da gibt es Burgen und Vulkane, herlich schroffe Landschaften, heisse Quellen an jeder Ecke (Lonley Planet nennt das Island auf Steroiden), perfekte Onsen, die einen das uselige Wetter sehr angenehm machen, wenn man sich eine heisse Quelle ueber die Schultern fliessen laesst und dabei die Berge im Schnee bestaunt. Ausserdem kan man sich in heissen Vulkansand einbuddeln lassen und kleine Schreine bestaunen.
Dann dachte ich mir, wenn schon kalt, dann lieber richtig, und fuhr weiter nach Takayama, einem alten, abgeschiedenen Dorf in den Bergen. Als ich ankam tobte der Schneesturm. Dort lebte ich in einem Zenkloster, das ein Hostal hatte. Da ich der einzige Gast war, und die Schlafsaele so schwer zu beheizen sind, gab mir der weise Moench ein Einzelzimmer mit dubiosen Gasbrennerofen, und Heizdecke, die auch dringend noetig war. Das war sehr urig da. Es gibt da das legendaere Hida Rindfleisch, gerne auf einem Blatt mit Miso gegart, manigfaltiges saurer eingelegtes Gemuese, dass auch noch gut aussieht, und Sake. Da genoss ich dann Tiefschneewanderungen in strahlenden Sonnenschein und myrriaden kleine Tempel und Schreine.
Auf meinem Weg zurrueck nach Tokyo verbrachte ich einen tollen Tag beim Onsenhopping in
Gero, ein Bad in einem traditionellen, teuren Japanischen Hotel in den Bergen, mit traumhaften Aussenbad, eins mit Blicke auf den Fluss und eins auf dem Dach eines schicken Hotels mit unterschiedlich waremen Tontopfbecken, gerade gross genug fuer mich, oder 2 Japanerinnen. Maenner badeten aber auch direkt neben dem Fluss in einer Quelle, es gab mehr heisse Fussbecken als Leute und alle paar Meter kam heisses Wasser aus dem Boden, irre. Kaum zu glauben, dass noch genug Boden fuer das Dorf da war.
In Tokyo war es dann endlich Fruehling!
Viele Gruesse an die Kirschluete in der Dstrasse!Ich hab dann auch herrausgefunden, wie man sich am besten durch die Menschenstroeme bewegt, wenn man keinem hinterher laufen kann: nicht genau hingucken. Klingt komisch, geht aber. Vielleicht, weil die Japaner erschrocken stehen bleiben, wenn man sie anguckt, oder weil man beim Blickschweifen lassen besser mitschwimmt, wer weiss.

Ueberhaupt reagieren Japaner leicht verschreckt, wenn man sie anspricht oder guckt. Kommt man langsam, freundlich laechelnd auf jemanden zu, weicht er in der Regel wie zufaellig zurueck, und geht weg. Braucht man Hilfe beim Weg-finden, ist es besser einfach demonstrativ in die Karte zu gucken, dann hilft sofort jemand. Im Gegenzug muss man sich schon etwas mit seiner Karte verstecken, wenn man einfach alleine reingucken moechte. Welchen Ubahnausgang nehme ich jetzt?Aber dieses Sich-nicht-angucken, war anfangs schon irritierend. Es gibt mehr Situationen als man denkt, in denen man anderswo mit kleinen Blicken komuniziert. Aber auch Gesichtsausdruecke werden nicht sehr kultiviert, gibt nur neutral und laecheln, beides mit mir unklaren Bedeutungen. Aber wenn man Hilfe brauechte ist sofort jemand zu Stelle, das wirkte anfangs nicht auf mich. Und es ist sooo unglaublich sicher. Zum Beispiel hab ich ein Paeckchen Zigarretten mit Feuerzeug in einer quirligen Good Manner Raucherzone liegen lassen. Woanders haette ich mir gar nicht die Muehe gemacht zurrueck zu gehen, aber in Tokyo lag es noch nach einem halben Tag an der selben stelle. Unglaublich.

Diese lustigen jungen Menschen singen unter heftigen Gespringe ein Lied ueber ihre Koerperteile.In Tokyo war ich dann endlich in einem der legendaern Kapselhotes. Das sind sind Plastikzellen ca 1.50x1.50x2.20 m mit Fernseh, Radio, kuscheligem Bettzeug, Kimonopyjama, Zahnbuerste, Handuch, jap. Waschhandtuch und Hornhautfeile(!), jden Tag frisch. Das war gar nicht klaustophobisch wie befuerchtet, sondern schoen leise und kuschelig. Dazu gabs gratis Tee und Kaffee, einen perfekt ausgestattes Bad (Cremes und Foene und Gesichttsseife...) und ein nettes heisses Tauchbecken. Das ganze zum normalen Hostalpreis. Nett war auch, dass nur wenig "Backpackerpack" da war, dafuer aber viele "echte" Japaner, die "zuhause" etwas kontaktfreudiger als sonst sind.
Hier der blick von der Dachterasse. Erkennt man was das ist?
Das ist eine Brauerrei mit einem Hochhaus wie ein Bierglas.
Lustig auch das japanische Fernsehn, da gibt es Shows, wo Leute alle halbe Minute ein andere Gericht probieren und dann den Preis raten muessen, und dass 3 Stunden lang! Oder abendliche Seifenopern ueber einen suessen Meisterschueler, mit kleinen Lernfilmchen dazwischen, damit auch der Zuschaer versteht, was der kleine Kluge gerade verstanden hat. Wen sich 2 Japaner unterhalten, reden beide abwechselnd jeweils etwa gleichlang, waehrend der andere dauernd bestaetingende Geraesche macht. Das geht von ssossosso (alle 5 Sekunden) sagen bis zu energischen stossaertigen Dauerbrummen oder Stoehnen. Das wird dann richtig lustig, wenn sich eine Gruppe unterhaelt, dann toenen alle Zuhoerer. Bei Fernsehgespraechsrunden kommt dass dann aber wirkich sehr lustig.

Es gibt sehr viele Moeglichkeiten sich in Japan prima zu unterhalten. Da gibt es die Paschinkhoellen (Spielautomaten, die mit kleinen Kugeln bedient werden, die vor einer optischen Reizueberflutung runterrasseln, waehrend ein Hoellenlaerm abgeht). Oder die normalen Hochhausspielhoellen, jede Etage fuer eine ander Zielgruppe, Schuelerinnen beim Kuschelbaer schnappen, Schueler beim um die Wette trommeln, oder beim Autorennen, die Penner, die sich vor dem Pennyschieber aufwaermen, die Strategiespieler, die riesige Tafel vor sich hatten und Bildschirme mit Schlachten, oder die Zocker an riesigen elektronsichen Versionen von Bingo oder Poker. Alles mit einem ohrenbetauebenden Getoese und Gebimmel und einem Geblinke und Geglitzer, das epileptische Anfaelle ausloesen koennte.

Dann gibt es aber auch noch das Kabuki Theater. Ich hab gluecklicherweise nur eine Karte fuer einen Akt gekauft. Das war eine Stunde interssante sproede "Ua Ua"Gesaenge und Kimonotaenze und schoene Kulissen, aber 5 Stunden waere dann doch etwas viel gewesen.

Aber immer wieder beste Unterhaltung ist ein Bummel durch die Laeden. Japan hat kaum Ladenketten und Produkte wie sonst ueberall (z.B. es gibt zwar CocaCola, aber viel mehr ander Getraenke). Dafuer aber eine grosse Liebe zur absurden Sachen. Da gibt es neben Lernstaebchen fuer Kinder; Kissen, die aussehen wie Haende, die den Kopf halten; 50 verschiedene Arten von Mundschuetzen(werden viel getragen); auch diese Plastikspange fuer ein breites Laechel.Japan ist geruchsneutral. Wenn man einen Menschen riecht, kann man sicher sein, dass das ein Tourist ist. Und selbst auf dem riesigen Fischmarkt oder auf oeffentliche Toiletten riecht man nichts. Dafuer hat man im Japan aber eine Liebe fuer luestige Jingels, da machen Ampeln bei gruen gerne mal eine 20 Ton Melodie wie Schwarzwaldklinik, oder im Zug laeuft vor Stationen eine traurige 8 Ton Abschiedsmelodie gefolgt von einer sehr langen Ansage, wo man viel Uebung braucht, den Stationsnamen rauszuhoeren.


Ach, Japan war schon wunderbar anders und angenehm. Ich glaube, dass ich dort noch sehr lange nicht aus dem Staunen rausgekommen waehre, besonders wenn ich die Sprache gekonnt haette. Ich komme sicher wieder!

Nun bin ich in Hong Kong. Diese Stadt, die mir nach Vietnam so sauber und westlich georndet vorkam, wirkt nach Japan auf mich wie Sodom und Gomorra. Jetzt kann ich gut verstehn, warum Japaner im Ausland oftmals etwas verschreckt wirken. Komisch wieder angeglotzt zu werden. Auf der Strasse wird man angerempelt, vermutich sogar extra. Im Resaurant werden Knorpel auf den Tisch gespuckt und Geruelpst, als wuerde sich da gerade jemand von innen nach aussen stuelpen. Nichts gegen andere Tischsitten, aber das genuessliche Nudelsuppenschluerfen in Japan, war da schon mehr mein Ding. ja, ich vermisse sogar die geheitzten Klobrillen mit der Poreinigung. Ausserdem vermisse ich die feucht-heissen Handtuecher zu jeder Mahlzeit, das Teenachfuellen kaum, dass die Tasse leer ist und dass jeder Klo tipptopp superhygienisch ist. Nach einem Tag in Tokyo fuehlte ich mich wie frisch geduscht, hier in Hong Kong klebt man nach 10 Minuten schon wieder. Vielleicht auch wegem dem heftigen Smog. Das Umstellen zwischen Kulturen ist eben nicht ganz reibungsfrei.

Aber schoen, dass es hier wieder Strassennamen und Strassenschilder gibt, dass hilft doch ungemein. Auch hier gibt's viel lebenden Fisch und Meeresgetier wie in Japan auf den Maerkten, aber die werden nicht in Saegemehl stillgelegt, sondern die Armen zucken oder springen aus den kleinen Becken. Ueberall riecht bis stinkt es, wie zum Beispiel die chinesischen Apotheken, die merkwuerdig bis verstoerende Duefte verstroemen.

Ich wohne in einem Guesthouse mitten in Kowloon. Das ist in einem riesigem Gebaede, wo schon jede Etage wimmelnd wie ein Dorf ist, alle 16 Etagen sind wie eine kleine Stadt. Da gibt es neben unzaehligen Guesthaesern, noch kleine Wohnungen fuer sehr gemischtes Volk aus aller Welt, Innenhoefe mit Pflanzenwraks und Waesche, Handwerksbetriebe, Laeden fuer alles und auch dieses Internetcafe (10 Etage unten rechts im Bild)

Morgen gehts weiter nach Dehli, und es ist sicher ganz gut mich hier in Hongkong langsam wieder an das richte, wilde Leben ausserhalb von Japan zu gewoehnen.

Freitag, 7. März 2008

Kyoto, Nara und Hiroschima

Vielen Dank fuer die netten Kommentare, diesmal gibt`s auch wieder ein Tierfoto, Moeppi. :)
Und herzlichen Glueckwunsch, liebe Susi zum Geburtstag!!! Und Gruss nach Holland Susita, und schreib mir doch mal ne Mail, Helga, jetzt bin ich neugierig und hier nun endlich neues aus Japan.

Ich glaube ich koennte Jahre hier sein und nicht aus dem Staunen rauskommen. Hier Kyoto von oben.

Kyoto ist im Gegensatz zu Tokyo relativ beschaulich (was sso ungfaehr jede Stadt waehre...) und ueberall schlaegt einem das alte Japan entgegen. Es unzaehlige Tepel und Schreine und heilige Brunennen und Steinkinder mit roten Laetzchen und Essengaben davor. Diesem Brunnen werden reinigende Heilkraefte zugesprochen. Denen vertraut man dann auber auch nicht allzusehr, denn die Becher werden (dann wieder ganz modernes Japan) ultraviolet desinfiziert.In Gion sah ich dann ein Meikos und Geikos zu ihren Verabredung huschen. Sie hatten wirklich diese Aura um sich, zauberhaft.Abends hab ich in einer Sakebar ein Tasting gemacht und weil gerade nicht viel los war hat der Kellner mir alles ueber Sake erzaehlt was er wusste. Das war echt spannend, denn der meiste Sake wird mit Alkohol und Aroma und Wasser verlaengert. Das kommt daher, dass es nach dem Krieg kaum genug zu Essen gab, und es unethisch war den guten Reis zu Alkohol zu machen, dann wurde er eben gestreckt. Heute beginnt man langsam wieder die alten Traditionen auszugraben und zu kultivieren. Den reinen Sake kann man auch laenger lagern, und er veraendert sich aehnlich wie Wein. Seine Herstellung ist aber eher wie bei Bier. Es gibt suessen, leichten, welchen den man besser kalt anderen den man besser warm oder heiss trinkt, es gibt Portweinartigen, und einige schmecken nur nach Fisch und alten Socken. Und sicher noch mehr, aber, naja, Sake ist etwas staerker als Wein, mehr ging dann nicht :)Die Kommunikation mit den "Einheimischen" ist manchmal etws schwierig. So verbeugen sich die Japaner staendig (z.B. der Zugschafner wenn er das Abteil verlaesst, oder die Nachrichtensprecher). So nicke ich dann also, wenn ich nichts zu sagen weiss, mit dem Kopf, wie ich es gelesen habe. Das Ergebniss ist meist dass die Leute sich freuen oder mir was schenken. Manchmal veranstaltet mein gegenueber dann aber eine wahre Verbeugorgie, oder hoert gar nicht mehr auf zu nicken. Das ist mir noch nicht ganz einleuchtend.
Kyoto hat auch schoene Einkaufspassagen und einen ziemlich abgedrehte Bahnhofskonstrukion.Hier ein kleiner Imbiss im Zug. Immer wieder toll das Algen-Reis-Paeckchen vorne rechts (japans Antwort auf das Butterbrot). Da ich nicht lesen kann was auf der Verpackung steht, ist jedes mal eine andere Ueberraschung drin: Lachs, schwarzer Algensalat, Kaviar, oder Aprikose mit Fisch. Eigentlich immer ziemlich lecker. Die Verpackung trennt die Alge vom Reis, und bringt sie beim oeffnen wie durch Geisterhand zusammen. Sowas kann man auch nur erfinden, wenn man jahrhundertelang Origami gemacht hat. Bei meinen Essensexperimenten aus dem Supermarkt, gibt es aber auch immer mal wieder merkwuerdige Ueberrachungen, wie 20 kleine Tuetchen mit glischig, gummiartigen Algen, saerlich aromatisch. Schmeckt nicht schlecht, aber ich fragte mich, wann hat man denn mal Appetit auf sowas?!? Die Antwort kam als ich ein paar recht trockenen Reiskraecker hatte. Die Kombination war besser als jedes fuer sich.Ein kurzer Ausflug ging nach Nara. Das war einmal ganz frueher die Hauptstadt, und dort sind unzaehlige atemberaubende Gebauede udn Anlagen in einem grossen Park in der Stadt. Hammer. Hier das groesste Holzgebaede der Welt, dass den groessten Bronzebuddah der Welt beherbergt. Dazu kam, dass ueberall zahme, heilige Rehe rumliefen, die aussahen als wuerden sie taeglich gebuerstet hier bei der Hoffnung auf einen kleinen ImbissEs gab herrliche japanische Gaerten, Tempel und Laternenalleen. Das ganze war wirkich mystisch, vielleicht auch wegen der tanzendenden Schneeflocken. Der Tag war wie verzaubert.Dann auf der Suche nach einem Onsen (heisse Quellbad) , fiel mir mal wieder auf " wer lesen kann ist klar im Vorteil", aber mit dem Foto als Plan fand ich mich dann auch irgendwie zurrecht.Die Baeder hier sind der Knaller! Das geht los mit Onsen Baden in der heissen Quelle im japanischen Garten, oder/ und drinnen. Diese werden regelrecht verehrt. Wunderbar im heissen Bad ueber die Berge zu gucken und die Schneeflocken wirbeln zu sehen. Da gibt es aber auch die normalen Baeder mit allerlei Wasserplanscherreien, wo die normalen Leute anstelle ihres eigenen Bades hingehen. Die haben neben einem heissen Becken, einem Sprudelbad und einer Sauna mit Fehrnsehn auch manchmal so komische Dinge wie ein Elektobad, was eher unangenehm ist, wenn man unvermittelt reikommt. (wer lesen kann..) Und es gibt lustige kleine Sitzduschen mit spiegel wo sich die Maedels dann stundenlang seifen und pflegen.Da gibt es dann oft alles vom Einwegrasierer bis zum Kuschelhandtuch Pfelgeprodukte. Ueberhaupt stellt man hier seinen Gaesten alles zur Verfuegung was man irgendwie brauchen kann. So hat jedes Hostel Schirme und Elektrische Heizdecken und verschieden Tees und alles was man sich nur denken kann. Sehr konfortabel.
Hier ein Bahnhofsmenue, da ist das Jaegerschnitzel mit Fritten bei uns ja schon etwas peinlich gegen.Eine andere lustige Sache ist, dass man dauernd was geschenkt bekommt. Hier kuemmert man sich richtig ruehrend um seine Gaeste. In Hostals und Restaurants bin ich ja schon daran gewoehnt mit ein paar Zierstaebchen oder einer Teetasse entlassen zu werden. Aber einmal beim anziehen in einem Bad ging die richtige Geschenkewelle ab: Zahnstocherhalterorigami, Glizerbaerchen, Aprikose-Fischdrops (ist wohl eine bliebte Kombination hier) und noch einen Milchkaffee in der Dose. Die waren so amuesiert dass ich so gross bin, glaub ich.

Hier ist Himeji, eine alte erhaltene Burg. Was von aussen so filigran aussieht ist von innen echt trutzig und verwinkelt. Das erinnerte mich sehr an alte Midgardzeiten.Dann gings nach Hiroshima. Ich dachte ich haette mich eigentlich schon genug ueber den Irrsinn von Atomwaffen aufgeregt. Aber das war wirkich erschuetternd. Ich fragte mich am Morgen ob meine Unterkunft eigentlich so alt ist, dass sie damals schon da war. Das wurde dann im Museum beantwortet. Im Umkreis von 3 km stand fast nichts mehr. Wo mein Hostal steht war nichts mehr. Dazu kamen die Schicksalsberichte von vielen, die dabei waren. Das hat mir die Traenen in die Augen getrieben. Was Menschen sich antuen koennen. Eines der wenigen Gebauede dass erhalten geblieben ist, ist der A-Bomb dome, das die Druckwelle von oben bekommen hat, und als Mahnmahl in der Stadt erhalten wird. In Hiroschima gibt es aber auch ein ganz normales, ziemlich quirliges Leben. Hier gibts die lokale Spezialitaet Okanomiyaki, eine Art Nudelomlett mit Mehrefruechten und Gemuese und einer tollen Sosse, sehr mampfig, mit Spartel, vom Backblech gegessen. Das ist eine Bude in einem 7 stoeckigen Haus, nur mit Okanomiyaki-Buden, dem man aber von aussen wie ein Wohhaus aussah. Wie so oft hier waehre ich ohne eine gute Wegbeschreibung aufgeschmissen gewesen.

Donnerstag, 28. Februar 2008

Konichiwa Japan!

Dieser Post hat etwas auf sich warten lassen, weil ich von Tokio so in den Bann gezogen wurde und ich eigentlich nur verwirrt am Staunen bin. Es war nicht der Kugelfisch! :)
Also hier ist alles anders als anderswo. Erstmal ist Tokio riesig und voll, aber SOOO leise: die Strassen, die Leute alles. Das wirkt, als haette jemand nach Sydney den Ton runtergedreht. Gegen Tokio wirkt die Londoner Ubahn fast so niedlich wie die Bonner. Als ich endlich eine riesige Anzeigetafel ohne Kanji Schrift gefunden habe und versuchte zu finden wo ich hin will, sprang sie im naechsten Moment wieder fuer 3 Minuten auf Kanji um. Das war schon gruselig wie bei Kafka. Aber freundiche Menschen ueberhaeuften mich mit Plaenen und Richtungsvorschlaegen, dass ich tatsaechlich am Ende doch zum Hostal fand.
Es gibt aber auch viele lustige Piktogramme, die einen zum Beispiel auf gutes Verhalten in der Ubahn aufklaeren.Ueberall sonst werden die Raucher nach draussen verbannt, hier ist rauchen auf der Strasse verboten (oder im gehen, die Piktogramme sind da nicht so eindeutig), dafuer wird aber ueberall drinnen geraucht. Eben anders.
Es ist klirrend kalt, aber die Maedels laufen alle mit nackten Beinen rum. Und hier, ganz typisch, es wird viel auf dem Handy rumgemacht. Aber es wird kaum gesimst, dafuer mehr gesurft oder niedliche Spielchen gedaddelt. Ansonsten schlafen viele Japaner auch viel in der Ubahn auch im Stehen. In Cafes wird auch viel geschlafen, aber ueberwiegend wird da dann gelert. Also sicher die Haelfte der Cafebesucher bueffelt irgendwas. Da kommt es dann auch manchmal zu einem Gespraech auserhalb der Hostals, da jemand sein Englisch ueben moechte. Das ist ganz drollig, wen jemand der keinen vollstaendigen Satz sagen kann versucht 10 Minuten den Geschmack seiner Zigarette zu beschreiben: Wasabi no, Sugger much. Anscheinen nicht scharf sondern suess. Die Handbewegungen interpretierte ich mal als runden Geschmak. Aber Gesten sind hier auch anders und helfen nicht so oft.

Ueberall falsche Kirschblueten,
aber auch echte Pflaumenblueten,
und ich im Schatten mit der typischten japanischen Fotopose.
Besonders lustig sind die manigfaltigen technischen Helferlein. Zum Beispiel gibt es fast nur geheizte Klobrillen. Dazu reinigen einen die Klos per unterschiedlichster Wasserstrahlen, teils auch automatisch ungefragt. Das ist sehr gewoehnungsbeduerftig. :)
Die Klos haben auch oefters mal ein Wasserrauschen vom Band, um Geraesche zu uebrdecken, das beim Betreten automatisch loslegt. Hat mich auch uerbberrascht.
Aber sehr praktisch war die letzten Tage der automatische Schuhtrockner, sowas wie ein Foehn der in die Schuhe gesteckt wird. Ach ja Schuhe, da muss man sich schon etwas konzentrieren. Nach der Rezeption zieht man Hauschlappen an, die tauscht man dann vor dem Klo gegen Kloschlappen, dann bis zum Zimmer wieder die normalen Schlappen, aber im Zimmer traegt man dann nur Socken.
Hier mal ein huebscher Garten zur Erholung. Jedes Viertel in Tokio das ich gesehen habe ist ganz anders als die anderen. Geschaeftsleute tragen alle schwarzen Anzug und weisses Hemd und flitzen durch die Strassen in einem Affenzahn. In anderen Gegenden zeigen sich witzig aufgetakelte Visual Kei Typen (sehen so aus wie aus dem Manga gesprungen). Aber fast ueberall ist es sehr voll, und man sollte seinem Vordermann gut auf den Fersen bleiben, um nicht zum Verkehrshinderniss zu werden. Das ist eine Kreutzung bei gruen.
Mir ist schleierhaft wie die Menschenmassen hier durcheinander durch zu fliessen scheinen. Ich vermute noch das sie sich kurzzeitig dematerialisieren koennen oder eine Art Radar haben. Ich lauf dann immer jemanden hinterher, geht nicht anders.

Das Essen, war mir schon vorher klar ist hier gut und spannend. Dazu kommt, dass es nicht so teuer ist wie ich befuerchtet habe. Das allgemeine Preisnivau ist etwa so wie in Deutschland, aber die Qualitaet (und der Unterhaltungswert) ist dafuer viel hoeher. Hier Japans Antwort auf Kaffee und Kuchen. Duftreis mit getrockneten Fruechten, gebratene Algen mit fermentierten Bohnenpaste, suesse schwarze Bohnen, frischer zarter Tofu mit Sojasosse, Misosuppe und in der Mitte ein Schwarm Kleiner Fische zum wuerzen. Alles sehr koestlich, nur die fermentierte Bohnen sind unglaublich eckelhaft! Den Geschmack hatte ich noch 2 Tage im Mund.
Ich koennte noch stundenlang weiterschreiben, denn ich bin randvoll mit unglaublichen Eindruecken: Wunderbar aufregend hier!
Ich hab jetzt bis zum 8. Maerz einen JR Railpass (so wie Interrail), und bin damit jetzt in Kyoto. Und unterwegs hatte ich das Glueck den Fuji San zu sehen. (Fuji Yama heisst der gar nicht, das ist ein Auslaendergeruecht)
Ich wollte eigentlich ganz um Japan rumreisen. Aber weil es wirklich sehr kalt ist, und weil Kyoto zu zauberhaft zum durchflitzen ist, werde ich wohl nichts vom eingeschneiten Norden sehen. Wenn jemand meint, dass das ein grosser Fehler ist, lasse mich das bitte wissen.

Freitag, 15. Februar 2008

seeya later, Australia, cheers!

Nun ist schon wieder ein Land vorbei, wie traurig, und ich hab mal wieder nicht alles gesehen und gemacht. Und auch Eure ganzen netten Ideen kamen leider nicht mehr zum Einsatz. Peter Barkley wohnt suedlich von Brisbane, da bin ich leider nicht vorbeigekommen, Frasierisland auch in der falschen Richtung, Alice Springs dann doch zu weit mit dem Auto von Adelaide, und Nemo hab ich zum Glueck schon auf Fiji gefunden. :)

Nach meinem letzten Post musste ich mich auch beeilen in 4 Tagen von Adelaide nach Sydney zu heitzen. Insgesamt war meine "kleine Australienrunde" 4200 km lang. Das ist hier ja so unglaublich gross! Und das Schild fand ich dann in Broken Hill, der letzte richtige Dorf in der tiefsten Pampa, bis Dubo kamen dann nur noch Geisterstaedte, mit stillgelegten Mienen und mal 2-3 Haeser. Das war mal richtig einsam. In Broken Hill hab ich den Fehler gemacht mit halbleeren Tank weiter zu fahren, weil ich mir so eine Zivilisationsleere gar nicht vorstellen konnte. Die naechste Tanke (100 km weiter) hatte Sonntag zu. Und das naechste Dorf, das eine Tanke habe sollte (weitere 100 km) hatte keine. Das wurd es mir schon ganz schoen mulmig, besonders weil hier auch kaum jemand unterwegs ist. Aber ein netter Lasterfahrer machte mir Mut, dass ich im naechste Dorf tanken kann und dass mein Tankinhalt sicher reicht.

Von da an tankte ich an jeder Tankstelle. (werde ich mir in D-land wohl wieder abgewoehnen)
Es gab viele Kaenguruhs, dass man sehr aufpassen musste sich von der friedlichen Weite und den Countrycharts auf Mittelwelle (was anderes gabs nicht!) nicht einlullen zu lassen.

Bei einer naechtlichen Rast, traf ich einen netten Motoradfahrer, der mir half den lecker weissen Portwein aus dem Barbarossavalley zu leeren und den Muecken zu trotzen. Er erzaehlte, er fuehre nur hinter anderen Autos her, um nicht von einem Kaengurh ueberrachst zu werden. Am naechsten Tag sah ich ihn wieder, als er einem Emu wohl nicht mehr ausweichen konnte. Es waren vermutlich nur ein paar Brueche und ne Gehirnerschuetterung. Das Emu hat's nicht ueberlebt. Zum Glueck hielten alle Autos und Laster an und ne halbe Stunde spaeter war dann auch der Krankenwagen da.
Als ich dann aus der weiten Ebene in den Blue Mountains ankam freute ich mich an der kuehkle, dem Eukalyptusduft und einigen kleinen Spaziergaengen, wie hier durch die Hoehle. Ausserdem traf ich im Hostal Heike, mit der es schoen war sich festzuquatschen.
Weiterhin viele Tiere auf den Strassen. In Deutschland hab ich sehr sehr selten "echten"Wildwechsel gesehen, hierist dann wirklich was los. Nur was das knuddelige Tier da sein sollte war mir hier noch raetselhaft: ein Possum?


Auf den Strassen hab ich das zu Glueck nicht gesehen. Im botanischen Garten, wo die "Ohrenkraehen" hausen, huschten abends einige kleine Ratten rum. Mein Schreck war gross, als ich eine katzengrosse Ratte hoerte. Aber ich glaub, das ist ein Possum.
Hier ein kleiner Gruss an Gwens Verwante. Ich halte noch Ausschau nach einer Ecke Uschi/Ulli Street. :)
Austalien hat viel Spass gemacht und ich bin richtig traurig, dass es morgen schon wieder weiter geht. Das Essen ist lecker, entweder asiatisch, fettig oder sehr suess. Die Leute wirken sehr entspannt und zufrieden, nur die Aborigines nicht. Die wenigen die ich gesehen habe waren ziemlich fertig. Ueberall sind unglaubliche Tiere und Pflanzen, dass es wie im Zoo oder einem Paralleluniversum wirkte. Tschoe, Australien, bis hoffentlich bald.

Morgen frueh geht's weiter nach Tokyo, wo dann wohl erstmal Schluss ist, mit vertrauter Kultur und Sommer. Ich hab gestern angefangen ein paar Woerter japanisch zu lernen, dass ich nicht verloren gehe. Aber ich hab tatsaechlich immer noch etwas Reisefieber, bevor es weiter geht.

Samstag, 9. Februar 2008

Von Melbourne nach Adelaide

Also Melbourne ist ja so eine tolle Stadt. Wenn das nicht am Ende der Welt waehre, wuerde ich sofort hinziehen! Es gibt Alles auf ein wunderschoene Art. Die Leute sind schick ohne schickimicki zu sein. Es gibt ein wildes Gemisch von Nationalitaeten und Kulturen, viel Kunst und selbst die Anzungtraeger wirken alle so als haetten sie ausgeschlafen, gut zu Mittag gegessen und wuerden nicht laenger als 5pm arbeiten, um mit iheren Kindern im Garten zu spielen. Alles sehr entspannt und angenehm.Hier ein schoener alter Markt, auf dem ich ein "Schwarzbrot" gefunden habe, dass sich aber als Graubrot rausstellte. Egal, es war trotzdem soooo lecker. Davor Maedels, in den hiesigen Schuluniformen, die immer wie Kittel aussehen.
Also Melbourne haette ich ja gerne noch ein paar Tage laenger gehabt, aber ich wollte gerne noch ein bisschen mehr von diesem riesigen Land gesehen. Ich hatte ja schon bis Melbourne viele tolle Kuestenstrassen, aber nach Melbourne beginnt die "Great Ocean Road".
Da sah ich dann auch gaanz viele Koalas. Aber, sorry, liebe Irm und Franka, meine tolle sueamerikanische Kamara macht leider nur "Tiersuchbilder". Aber ausser vielen spannenden Tieren (jeden Tag endecke ich mehrer unbekannte Papageien) ist die Strecke wild und beeindruckend. Einsamste Straende und coole Felsformationen.
Aber immer wieder ganz schoen uebler Regen und froestelige 16 Grad am Tag, bibber. Lustig sind die Radiospots, die einem zu Sonnenschutz raten, oder mahnen sich auf Buschfeuer vorzubereiten, oder fuer Klimaanlagen werben. Passt nicht so ganz zu dem derzeitigen Wetter.
Ich hatte ja in Sydney den Laerm und die Menschenmassen in den Backpackerhostals satt, und wuenschte mir so sehr, endlich mal allein zu sein. Aber man muss ja immer aufpassen, was man sich wuenscht. Nach 200 km ohne Laden oder Radio freute ich mich sehr ueber den Tankwart im Nirgenwo, endlich wieder ein Mensch!!!
Aber die Monotonie wird manchmal durch 4WD nebenstrecken unterbrochen. Das ist sowas wie Spielplaetze fuer grosse Jungs, ... und mich. :) Aber sonst nur echte Kerle und ihre Maschienen, ner Kiste Bier und Angelzeug.
Hier ueberquere ich gerade eine Salzwueste.
Adalaide ist fuer mich das krasse Gegenteil von Melbouerne, zickige Leute, proellig, hektisch. Aber zum Glueck ist das Barossa Valley ganz in der Naehe. Mit eigenem Auto ohne Chaufeur ist das nicht so leicht zu machen, also hab ich eine Weintour hingemacht. Das war wieder sehr nett. 14 Leute in Minibus besichtigen 4 Weingueter, bekommen dort 4 bis 10 Weine zum probieren, und einiges Interssantes erklaert. Mittags macht der Busfahrer ein lecker Barbi. Und unterwegs laute Popmusik (RollingRollingRolling) und immer heiterere Leute, sehr nett.
Das ist uebrigens die Jacobs Creek (das aelteste und groesste Weingut im Barossa Valley), eine kleine Senke in der Strasse.
Morgen gehts quer durchs weite Land zurueck nach Sydney, und ich hab nur 4 Tage Zeit.

Sonntag, 3. Februar 2008

Hello Australia, howya goin!

Erstmal, bitte nicht sauer sein, wenn ich nicht zum mailen komme. Ich freu mich immer sehr, Post und Kommentare zu lesen. Aber ich komme nicht immer zum antworten, da es hier soviel Spannendes zu erleben gibt oder ich gerade weit weg von jedem Inetcafe bin. Es kommen sicher wieder langweilige Abende in der Zivilisation, wo ich wieder etwas mehr Musse zum schreiben habe.

So, nun bin ich in Australien. Und wem das alles viel zu schnell geht, sei gesagt, mir ging es, als ich nach Australien kam, nicht anders. Da fragte ich mich schon manchmal, auf was fuer einen Wahnsinnstripp ich mich da geschossen habe. Wieder nur so kurz Zeit und ein so riesiges Land. Wohin? Was tun?
Erstmal gings ein paar halbe Tage auf die indische Botschaft, um ein Visum fuer Indien zu beantragen. Das war schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf chaotische indische Organisation. Aber nebenan gab's ein wunderbares japanisches Nudelsuppenrestaurant, was schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Japan war. Ganz schoen multinational verwirrend.

Aber Sydney ist so ne coole Stadt, da ist es leicht sich wohlzufuehlen. Hier die Aussicht, vom Pool auf meinem Hostal. Wuchtig.
Aber es gibt auch noch besseren Pho als in Vietman, Tom Ka kai wie in Thailand, oder beim kleinen Muck, Teatime und Breakfast, wie in England, nur mit besseren Kuchen und ein paar Haefen, zum durchbummeln, die atemberaubend schoen sind.
Im botanischen Garten direkt neben der Oper, wunderte ich mich ueber die grossen Scharen Riesenraben... bis ich bemerkte, dass die Raben Oehrchen haben und eigentlich Fledermaese sind. Da fing das Staunen ueber die komischen Tiere an.Seit Chile lebe ich ueberwiegend in Mehrbettzimmern, und ausser Wandern und Radeln, war ich nur in oeffentlichen Verkehrsmitteln. Ich merkte, dass mir das langsam anfing auf den Keks zu gehen. Also mietete ich mir das kleinst moegliche Auto und eigentlich wollte ich mir ein Zelt dazumieten. Ich hatte etwas Respekt vor dem Linksverkehr, aber es kam noch "dicker": ich hab einen kostenlosen Upgrade um x Klassen bekommen, so dass ich jetzt mit einem 4Rad-Gigamobil rumfahren darf, dass auch ein prima Wohnmobil ist (man koennte vermutlich einen Smart darin parken!). Bevor ich mich damit in den Grossstadtverkehr getraut habe, uebte ich erstmal in der Tiefgarage. Faehrt wunderbar, und kaum Probleme mit Linksverkehr (nur manchmal bedank ich mich noch beim Beifahrer fuers Vorfahrtgeben...). Hier beim Lueften nach meiner ersten "Wohnmobilnacht" am Sevenmilebeach.
Ich kann mit dem Wahnsinnsgefaehrt jede Staub und Holperpiste zu den Nationalparks fahren und davon gibt es hier jede Menge. Und wenn es irgendwo besonders schoen ist, bleib ich. Und die Ladeflaeche ist groesser als jedes normale 2-Personen-Zelt.
In einem Park sollte es eigentlich Kaenguruhs geben, drum wanderte ich dort einige Stunden umher. Aber ausser buten Voegeln, teils mit Schanzbuscheln und wildem Wand gabs da nichts, auch schoen. Die Kaenguruhs waren dann lieber nebenan in einem Vorgarten. Vermutlich war das Gras da besser. Und so glotzten wir uns gegenseitig erstmal ne Weile bloed an.
Ganz besonders verblueffend finde ich hier die Kakadus. Ich wusste gar nicht dass die hier her sind (oder sind die eingeschleppt?) Im Gegensatz zu den erbaermlichen Kaefigkreaturen, ist ein Schwarm wilder Kakadus ein wahrlich majestaetischer Anblick, .... wenn da nicht das jaemmerliche Gekraechse waere.

Hier bin ich an einem der vielen wunderschoenen Straende, mit kristalklaren Wasser und Puderzuckersand.
So fahre ich nun durch kleine Strand- und Fischerdoerfer Richtung Sueden, immer die Kueste entlang. Es geht durch unendliche Eukayptus- und Regenwaelder, ich stoppe mal hier an nem Strand und da in nem Nationalpark und freue mich am sehr reichhaltige australische Essen und ueber ein kleines haessliches Strassendorf nach 400 km ohne Radioempfang und ohne Tankstelle (und ich bin hier noch im besiedelteren Teil!). Aber selbst in der grossten Wildniss ist an jeder Ecke ein netter "Walk" mit Wildcampingecke, der zum Wandern oder uebernachten Einlaed, sehr angenehm.
Heute abend bin ich in Melbourne angekommen, und freu mich darauf es morgen zu entdecken.