Dienstag, 27. November 2007

Der Titicacasee, feeling blue

Von Gwen in La Paz ging es im Minibus 4 Stunden zun Titicacasee. Das war schon ganz schön abenteuerlich, z.B. wurde der Bus mit einem flosartigen Boot über einen Seearm gesetzt, während die Passagiere mit einem prähistorischen Motorbótchen übersetzten. Wieso man nicht zusammen fuhr war mir nicht ganz klar. War denen das Floss zu unsicher für die Leute? Aber die hängen doch auch sicher an ihrem Bus?

Copacabana (da war einem der Ohrwurm schon sicher), ist ein schäbbiges Touristennest, aber immerhin Boliviens einziges Strandbad. Und wie nett, es wurden neuen Autos eine Massensegnung gegeben. Braucht man hier auch...
Schnell weg da übern See zur Isla del Sol. Cocablätter helfen auch gut gegen Seekrankheit...

Auf knapp 4000 Metern sein Gepäck auf steinigem Pfad auf Drachenfelshöhe zu tragen ist schon echt anstrengend. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Meine Hospedaje hatte kein fliessend Wasser und keine Steckdosen, dafür aber diesen Blick aus meinem Bett.Der Himmel und das Wasser und die Luft habe alle denkbaren Blautöne. Es ist, als würde man noch nie wirklich blau gesehen haben. Meine hurzeligen Wirtin wollte wissen, ob es sowas in Deutschland nicht gibt. Ich versuchte ihr zu erklären, dass in Deutschland das blauste Blau noch irgendwie grauer ist.
Es gab nette Wanderpfade über die Insel, auf denen ich fast immer allein war, bis auf eine halbe Stunde. Da kamen mir ein grosses Boot voll amerikanischer Touris entgegengetrampelt, die wohl noch einen Tag Urlaub mehr als Manchu Picchu entbehren konnten.
Ansonsten war es unglaublich still und friedlich (die einzigen Verkehrsmittel sind Esel und Lamas) und sehr sehr mystisch blau.
Das haben wohl auch schon die Inkas so gesehen, denn sie vermuteten hier den Geburtsort ihrer Kultur und haben einige mehr oder weniger gut erhaltene Gebäude und Tempel gebaut.
Ich setze die Isla del Sol auf der Liste der allerschönsten Orte der Welt mal ganz weit nach oben. Ich wäre gern noch länger als 2 Tage geblieben, aber Peru ist so gross und ich hatte ja fast noch nichts davon gesehen.
Wer mehr über die Isla del Sol lesen will
Gwen war kurz nach mir da ;-)

2 Kommentare:

Peter hat gesagt…

Hallo, blaues Peru!
Hier ist das graue Bonn. ;)

Heute ist das Wetter in Bonn eigentlich ganz in Ordnung. OK, Du würdest das, was ich als "blauen Himmel durch weiße Wölkchen" bezeichne, wahrscheinlich als "dunkelgrau hinter hellrau" bezeichnen. Aber dafür saufen wir uns hier unser Wetter einfach mit Glühwein schön. :D
Jawohl, die Glühweinsaison ist eröffnet.

Dein Bericht und die Fotos waren mal wieder beste Unterhaltung.
Danke! :)
*ich will auch da sein*

Vor allen Dingen weiß ich Deinen Einsatz bei dem Selbstauslöserfoto "Susanne auf einsamen Wanderwegen" zu schätzen. Wie oft musstest Du in der dünnen Luft hin- und herrennen, um das so hinzubekommen? ;)

Liebe Grüße und weiterhin viele Eindrücke und noch mehr Spaß,
Peter

Gwendolin hat gesagt…

ich will auch wieder da hin ... war geil oder???? und das wird auch ncihth langweilig da ...

mit copacabana hast du recht!