Von Wellington wollte ich eigentlich mit der Faehre zur Suedinsel uebersetzen, aber die war fuer die naechste Woche ausgebucht. Das war gar nicht schlimm, denn am naechsten Morgen flog eine Cessna 208 fuer 25 Euro direkt nach Blesheim, im Marbourough Weinanbaugebiet, und da wollte ich auch hin. Ich sass direkt hinter dem Piloten, es wackelte ganz schoen und die Aussichten auf beide Inseln waren herrlich.

In der Gegend wird ueberwiegend Wein angebaut. Das heisst die Backpackerhostals sind voll mit Leuten, die sich hier Weinstoecke beschneiden. Die hier zum Wein trinken hinkommen steigen vermutlich eher in den chickeren Etablisments ab. Aber mit dem Hostalbike haette ich leicht 50 Weingueter erreichen, ich hab aber nur 4 an einem Tag geschafft. (Forest Estate war der Knaller!!!) Wow, da gabs aber mal echt tollen Wein. Am besten fand ich die Gewuerztraminer und den Cabernet Sauvignon. Die werden hier sehr duftig ausgebaut, dass ich zuerst man dachte, die Japanerin neben mir haette ein echt heftiges kitschiges Parfuem. Die Rotweine sehen leider aus wie aus Deutschland und schmecken duenn.
Dann gings weiter nach Kaikoura, einen huebschen Strandkaff. Suedamerika regte mich irgendwie nicht zum lesen ein, es gibt kaum Buchlaeden und man sieht selten jemand lesen und die Busse wackeln so, dass einem schlecht beim lesen wird, und man wird, sobald man draussen sitzt eh gleich angesprochen, dass man nicht zum lesen kommt,... warum auch immer. Das hole ich jetzt hier nach. Ausserdem war es in Kaikoura so herlich ruhig, keiner will einem staendig was verkaufen, es gibt hier nur saubere Klos mit Papier und Seife, und das Internet ist echt flink. Ich bin noch nicht ganz ueber meine Suedamerikaerfahrungen hinweg.

In Kaikoura gibt reichlich Tiere am Strand zu sehen: unterschielichste Moewen, Delfine, Robben, schwarz-weisse Kormorane, Seeloewen und schwarze, quietschfidele Laufvoegel mit quitschroten Schnaebeln. Sehr huebsch fuer ein paar Tage anzusehen.
In Christchurch bin ich in einem Backpacker nur fuer Frauen untergekommen. Das ist echt ein Erlebnis: neben perfekter sauberer Kueche, riesigen Spiegeln, kostenloser Waschmaschiene, Foens mit unterschiedlichen Aufsaetzen, Buegeleisen, Personenwagen, flauschigen Riesenhandtuechern, einer riesen DVD Sammlung mit Schnulzfilmen, einem Krauetergarten, gibt es auch noch viele supersuessen Tiere, die von jauchzenden Maedels geknuddelt werden: Katzen, ein fettes Widderkaninchen, Fische und Meerschweinchen (lecker?!!)

Christchurch ist noch huebscher als die anderen Staedte, alte englisch anmutende Haeser und Kirchen, pitoreske Parks, mit Queen Victoria, nette Laeden, coole Bars und Restaurants. Lustig auch hier die Fussgaengerampeln an Kreutzungen, die alle gleichzeitig gruen werden, dass man quer daruebergehen kann. Ausserdem kann man hier ueberall mit Kreditkarte zahlen, selbst im Telefonhaeuschen und auf dem Flohmarkt.

Dazu gibt es noch eine historische Strassenbahn, die durch die Straesschen bimmelt.

Alles sehr nett und erholsam. Aber mich packt nun doch wieder die Abenteuerlust und morgen geht's endlich wieder in dei Wildniss. Ich fahre ins Fjordland (ganz im Sueden), wo ich ein paar Tage auf dem Keplertreck von Huette zu Huette wandern werde.
5 Kommentare:
Happy new year, Susi,
have a great time there in New Zealand.
Hope to see you soon
Olivier
Huhu, Suhu!
Deinen Blogeintrag habe ich gerade überflogen und weiß im Moment vor lauter Neid gar nicht was ich schreiben soll...
Ich bestätige hiermit lediglich, dass ich ihn zur Kenntnis genommen habe und behalte mir weitere Schritte vor. ;D
Viele liebe Grüße in den Süden von Unten,
Peter
So, Susanne...
Ich habe eine Staub-Maus aus Deiner Wohnung in meine Gewalt gebracht.
Wenn Du nicht das tust, was ich verlange, werde ich sie einfach wegsaugen.
Und das möchtest Du doch nicht, oder?
Also tue das, was ich verlange:
1.) Schreibe in Deinen Blog (oder wenigstens per Mail an mich) wie blöd es auf Deiner Reise wirklich ist.
2.) Hör auf, gefälschte Fotos in Deinen Blog einzustellen. Das weiß sowieso jeder, dass die einfach aus dem Internet zusammengesucht sind und dass Du da nur stümperhaft reinretuschiert bist.
3.) Gestehe, dass Du alles zu Fuß gehst oder schwimmst und dass Du niemals irgendwelche schönen Blicke hattest.
4.) Stelle es endlich richtig, dass in ganz Neuseeland nur Dornengestrüpp wächst und dass es überall nur abgestandenes, gechlortes Wasser, aber niemals Wein gibt.
5.) Gib zu, dass Du den ganzen Tag damit verbringst, durch den Eisregen zu wandern und dass Du nicht mal im Traum auf die Idee kommst, etwas zu lesen.
Die Strände, an denen Du im strömenden Eisregen vorbeikommst, sind tot und stinken. Alles ist verdreckt, Besoffene liegen überall herum und nerven Dich mit ihrem Gelalle.
Du wärest froh, wenn Du irgendwo ein Meerschweinchen finden würdest, um ihm seine Möhre zu stehlen.
Wenn Du das gemacht hast, lasse ich die Staub-Maus wieder frei.
Und Du wirst sehen. Mit der Wahrheit lebt es sich in der schrecklichen Einöde, in der Du nun mal leider bist, sehr viel leichter. Und ich habe dann auch gar keinen Grund mehr, so schrecklich neidisch zu sein.
Und sollte alles, was Du da schreibst, der Wahrheit entsprechen, lasse ich die Staub-Maus auch frei und würde mich freuen, wenn Du mit dem nächsten Spitzenwein in Richtung Heimat anstoßen würdest. Das hilft dann vielleicht, besser mit dem nagenden Neid zurechtzukommen. ;D
Viele liebe Grüße nach Neuseeland,
Peter
P.S. Man kann übrigens auch Weinflaschen per Post versenden. ;D
Hallo liebe Susanne!
Das muß ja ein Paradies sein, wo Du jetzt bist. Ich hole mir jetzt eine saure Flasche Rheinwein aus dem Keller, würze diesen mit einer Handvoll Zucker und ziehe mir meine Badhose an, nachdem ich unsere Heuzung auf die höchste Stufe gestellt habe, ist es am Rhein genau so schön wie in Neuseeland. Viel Spass weiterhind und herzliche Grüße aus Bonn
Dein Ulli
wie jetzt?
saubere klos?
papier?
seife?
schnelles internet?
tut mir leid, aber diese woerter sagen mir garnichts ... kannst du nicht ein bisschen ruecksicht auf mich nehmen und solche woerter irgendwie beschrieben, dass ich mir theoretisch was drunter vorstellen kann ... die bolivianerin dankt!
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