Donnerstag, 17. Januar 2008

See you, Neuseeland, das war's leider erstmal mit uns

Lieber Ulli, lieber Pit, danke fuer Eure lustigen Komentare. ;-)


Das hab ich letzte Woche, meine letzte Woche in Neuseeland, gemacht. Nachdem ich mich erstmal langsam wieder an die Zivilisation gewoehnt habe, und mich mit gutem Essen und Wein gepeppelt habe, wollte ich doch dringend noch im Sueden wandern. Das ist zwar ein schlechtes Foto, aber gibt den optischen Haupteindruck der 12 stuendigen Busfahrt wieder Schafe ueber Schafe, und gruene Huegel im Regen. Die Busfahrer der normalen Ueberlandbusse geben immer einzelne Informationen zur Strecke und Orten. Dieser aber kommentierte JEDES Doerfchen (that's a poppy littel Spot, where you can catch some lovely trouts), jede Bruecke (die hat in den 50 Jahren seit sie erbaut wurde gut dem Verkehr und den Ueberschwemmungen getrotzt), jedem Knick in der Strasse (da hat wohl der Vermesser gepennt), jede kleine Fabrik (hier stellen 30 Leute ausgezeichnete Fritten, Spinnraeder, ... her) und jeder Dorfschule (die wurde geschlossen als die Eisenbahn hier stillgelegt wurde).... Wie gesagt 12 Stunden lang. Das war wohl die Antwort auf meinen Wunsch, gernen mehr ueber Neuseeland zu erfahren. Man muss echt aufpassen, was man sich wuenscht!


Dann gings von Te Anau auf den Keplertreck. 4 Tage, 67 km, 1400 Hoehenmeter hoch und wieder runter, 3 Huetten mit bis zu 45 Leuten und keiner Dusche.

Hier bin ich - noch frisch und froh im Farnwald. An einigen Stellen sah man Farn bis zum Horizont. Oft sah es hier auch so aus, wie wo sich die Hobbits unter den Wurzeln vor den dunklen Reitern versteckt haben. Die 1000 Hoehenmeter am ersten Tag haben sich echt gelohnt, schon fuer diese Aussicht aus der Huette.Der naechste Strecke ging ueber atemberaubende Passpfade mit unglaublichen Aussichten. Das war dann aber leider im sehr ergiebigen Regen, und mit 100 h\km Wind und leider vielen Wolken, das war Pech. Nach einer Stunde waren die Schuhe nass matschig wie Waschmachinen, am Ende war ALLES nass (nur nicht der Schlafsack, zum Glueck) (Siehste, Pit, ich hab mich echt nassregnen lassen!). Hier Luci und Nicola beim allgemeinem Waeschetrocknen . Die waren so suess wie sie ausehen.
Sobald es nicht regnete kamen die legenderen Sandfliegen zum Stechen. Ich frag mich, wovon die sich urspruenglich ernaert haben. Es gab bis die Maori vor etwa 1000 Jahren kamen, keine Saegetiere auf Neusseeland, und fuer Voegel sind die Sandfliegen echt viiiiieeel zu langsam. Langsames schlendern verwirrt die schon. Die sind schon laestig, wenn man sitzt aber auch in groessern Massen nicht so schlimm wie die Panik um diese vermuten liess.
Der naechste Tag ging durch maerchenhaften Mooswald, in dem angebich die nachtaktiven Kiwis wohnen. Genauso gut koennte ich mir aber auch Einhoerner und Elfen vorstellen, die ich aber auch leider nicht gesehne habe.
Das war der Blick von der letzten Huette ueber einen kristallklaren See, in dem man herlich baden konnte.
Und der letzte Tag ging an einem mal blauen mal gruenen Fluss entlang, der so huebsch war, dass ich manchmal nicht an meine wehen Beine mehr gedacht habe.
Meine letzten Abend heute in Neuseeland verbringe ich wieder bei den Maedels und den Meerschweinchen in Christchurch. Bei soviel Abwechlung ist mir ein wenig vertraute Umgebung um so lieber.
Neuseeland kam mir wie ein tiefenentspanntes Grossbritanien vor, sehr herzliche frische Leute, koestliches Essen. Wenn es nicht so weit weg waehre wuerde ich hier sicher dauernd verlaengerte Wochenenden verbringen. Ich glaube, dass es hier noch so viel mehr an schoenen Wanderungen zu machen gaebe. Mich wunderte im nachhinein, dass bei der Einreise selbst die Wanderschuhe auf Erde kontrolliert wurden- was hier in den letzten 150 Jahren an Schafen, Kuehen und Alpakas eingeschleppt wurde, und was hier alles abgeholzt wurde. Das Schlafsaalgeschlafe hat mich schon manchmal genervt, und es war etwas muehsam, dem organisierten Teeny-Atraktions-Troubel auszuweichen. Aber als ich das mal raushatte, war's ein Reiseland wie es angenehmer kaum sein koennte.
Vielleicht wird es in Australien mal Zeit fuer Mietwagen und Zelt, mal sehen.
Mal sehen, ob's noch etwas angenehmer geht, denn ich fahre morgen nach Fiji um mit einem Schiff eine Woche Insel-zu-hoppen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen! Ein bisschen Urlaub brauch ich ja auch mal ;-)

5 Kommentare:

Peter hat gesagt…

Wie???
"Lustige Kommentare"???
Wenn Du Dich nicht wenigstens hättest naßregnen lassen, würde ich jetzt wieder den Staubsauger holen.

Wenn ich etwas mehr Zeit habe, folgt dann vielleicht noch ein längerer Kommentar zu meinem Neuseeland-Eindruck.

Hier schon mal die Kurzform:
H - A - doppel M - E - R! Hammer! Jeah!

Gute Reise nach Fidji und erhol Dich gut vom Urlaub,
Peter

Anonym hat gesagt…

Hallo Susanne, wie alle anderen wohl auch, ist der erst Akt auf der Arbeit nach einem neuen Eintrag in Deinem Blog schauen und ah heute war es soweit. Spannend und aufregend und absolut verzaubert bin ich von Deinen Erzählungen. Den Sprung von Südamerika nach Neuseeland hat mich schon verwirrt, aber das passt schon. Wünsche Dir weiter wundervolle Tage, ach was sage ich...Wochen... MONATE!
Liebe Grüße Susita

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Susanne! Wunderbarer Bericht. Morgen fliege ich für 8 Tage nach Tunesien, dann sind meine Neidgefühle nicht ganz so stark. Mach es gut! Gruß und Kuss Dein Ulli

Anonym hat gesagt…

Hallo Susanne,

ich habe ja gerade meine lange Mail an Dich geschrieben, daher bleibt jetzt nur noch, Dir gute Erholung auf Fidji zu wuenschen und kurz selber vor dem PC im grauen und nieseligen Bonne von Palmen und azurblauem Wasser zu traumen... (da faellt mir ein dass ich Deine Minipalmen im Treppenhaus mal wieder giessen sollten). Weiterhin nette ERholung (ich stelle mir gereade -wie das Poster an Gwens Wand- eine Haengematte zwischen Palmen und vor blauem Himmen vor - Ist das eigentlich wirklich so???) Viele liebe Gruesse, Susi

Gwendolin hat gesagt…

hahahah 1000m und das ist ein aussichtspunkt ;)
udn 1400m hoch und wieder runter ... das ist mein schulweg jaaaa ;)

hahahah tolle sachen schriebste da