Dienstag, 16. Oktober 2007

Zaruma

Hab ich letztes mal noch vergessen zu sagen, liebe Gruesse in und um Holland und an das Kleintierparadies D-Str.! ;-)
Claro, que no bebo "zumo", porque aquì solamente se beben "jugos" riquìsimos. ;-)) Entonces no tengo ningunos problemas con enfermedades!

Der Bus, in dem mir die Kamara geklaut wurde, brachte mich nach Zaruma, einem kleinen Goldgräbernest auf frühlingshaften 1000 Metern. Grösser hätte der Kontrast zu Guayaquil nicht sein können: verwinkelte Wildwestgässchen mit hübschbemalten Holzhäusern und Menchen die einem ein fröhliches "Hola amiga ¿còmo estàs?" entgegenrufen. Das war so schön, das es fast schon surreal schien. Am ersten Abend dachte ich, dass so hyperidyllisch auch der ein oder andere Gruselfilm anfangen könnte.


An diesem Platz war mein Hostal. Da setzte ich mich müde von der Reise erstmal hin, und ass zu Abend. Dabei kam ich mit einem netten Herren ins Gespräch, Mauricio. Der meinte, sein Freund Ramiro von nebenan würde mir sicher gerne die Gegend zeigen, und wenn ich keine Kamara hätte, würde er mir eben ein paar Tage seine leihen. Ich sag ja, der Kontrast war unglaublich. :-)

Am Tagesausflug mit Ramiro und seinem Jeep war besonders toll, dass es ihm mindestens soviel Spass machte wir mir, überall mit Leuten zu reden und überall reinzukommen. Ausserdem hab ich ihm ein Loch in den Bauch gefragt und er hat den ganzen Tag mein Spanisch ertragen ;-))
Am nächsten Morgen ging es mit Ramiro erst mal durch die Goldmienen.

Heute gibt es einerseits kleine private Minen und Mühlen. Hier schufften die Leute unter krassesten Bedingungen, um gerade mit dem Verdienst aus zu kommen. Der Goldstaub, der aus dem gemahlenen Gestein gesiebt wird, wird mit z.B. mit Quecksilber gebunden.

(na gut, irgendwer wollte Bilder von mir sehen...
Hier bin kommen wir gerade aus der Mine)
Es gibt aber auch 12 internationale Firmen, die in Stollen bis zu 13 Leveln unterirdisch graben. Diese zahlen an den Staat nur eine winzige Steuer. Die Gemeinden bekommen davon nur verschmutzte Flüsse und kaputte Strassen. Vor 30 Jahren konnte man noch in den Fluessen baden, jetzt ist das wegen der Schwermetalle undenkbar.
Hier wird in der Plastiktüte Dynamit in den 3ten unterirdischen Level transportiert...
Danach ging es in einen Naturreservat des Nebelwaldes, kaum 20 km von Zaruma entfernt, aber eine komplet andere Vegatation und Atmosphäre. Das war richtig mysthisch! Moose, meterhohe Farne und Schlingpflanzen, dazu noch hunderte Kolibris und hallende Geräusche. Weder der Nebelwald, noch der Kolibri sind hier besonders gut getroffen, stellt euch das einfach noch viel viel schöner vor.

Es ist so wunderschön in Zaruma, dass es mir schwer fiel, weiter zu fahren. Die schönen Gespräche mit Mauricio, das idyllische Örtchen und die friedlichen Leute. Aber ich hatte noch Hummeln in der Butz und fuhr weiter nach Cuenca.
To be continued...

8 Kommentare:

Claudia hat gesagt…

Kleintierparadies grüßt zurück! :) Es wird fleissig weiter gerammelt, aber in 2 Wochen ist Schluss mit lustig, dann hat's sich ausgerammelt! ;-)

Das Foto von dir ist der Knaller, bitte mehr davon! :D

Peter hat gesagt…

Holla, Südamerika!
Hier ist das alte Europa.

Kaum ist die Kamera fott, sind schon wieder Fotos eingestellt. Da wird Gwen aber Augen machen. ;)
Jaaaa, so haben es die Daheimgebliebenen gerne. :D

Ich erinnere mich gar nicht daran, dass Du Gummistiefel und einen Helm mitgenommen hast. Aber die beiden Sachen stehen Dir ausgezeichnet. Und steigst Du jetzt auch in das Goldgeschäft ein?
Wahrscheinlich eher nicht. Das Umweltbewußtsein scheint nicht wirklich gut ausgeprägt zu sein. Hört sich wirklich heftig an.

Schön, dass es Dir so gut geht und dass Du so nette Leute triffst. Freut mich!

Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

Viele liebe Grüße um die Welt herum,
Peter

mauricio hat gesagt…

sussane: soy mauricio en zaruma:

muchas gracias por tus lindas palabras sobre zaruma. y muchisisimas gracias por mencionarme como "HERREN"...jajaj: primera vez que una europea me dice: "señor".

bueno: se que aun estas en ecuador. donde estas ahora..?te sigo con mi pensamiento.

besos
mauricio ( me parece tu español es muy bueno" mejor continuamos usando español. ciAO

Gwendolin hat gesagt…

wer ist eig dieser romiro ... hehehe tienes chicooooooooooooo???? jajajja
t kiero muchisimooooooooooo
gwen

mauricio hat gesagt…

PARA : GWENDOLIN: NEIN..!! NEIN..!! RAMIRO ITS NUR EIN GUTEN SUSSANE "AMIGO-GUIA )..! : yO, SOY mauricio, amigo de Ramiro quien es un guia turistico que hizo pasear a Sussane.NICHT WAR..?..SUSSANE..

HI: sUSSANE: DONDE ESTAS..? WO BIST DU..? CUWENCA..?..lOJA..?..BAÑOS..?..ESCRIBEME. Y "BUENA SUERTE"

Anonym hat gesagt…

Hi Susanne, viele Grüsse auch aus dem Fischparadies. Ist alles prima, tut mir leid wegen Deiner Kamera, aber wech is wech. Klingt ansonsten aber alles nach gut Spaß, weiter so!!!!

Anonym hat gesagt…

Hallo Susanne!
Auch ganz viele Grüße aus dem Krankenlager Lievelingsweg.
Hier hat scheußliches Novemberwetter Einzug gehalten - umso willkommener sind herzerwärmende Reiseberichte!!
Viel Spaß noch mit und ohne guia turistico!
Irm

Anonym hat gesagt…

Hola,
bin wieder da und kann jetzt viele Muschelnamen auf Spanisch. Den Muscheln ist es aber auch nicht anders ergangen als dem Meerschweinchen. Im Atlantik habe ich gebadet (mit José) und außerdem habe ich herausgefunden, dass ich zum Kotzen neige, wenn ich A)Flugzeugessen esse und B)wenn das Flugzeug hoppelt, der Buss hoppelt, der Zug schwankt. Na wer sendet dir wohl liebevolle Grüße? Besonders niedlich finde ich natürlich den Kolibri und das Foto von dir mit dem Grubenhelm. Ist das wahr mit dem Dynamit? Küssi Möppi